Es könnte eines der letzten Judo-Feriencamps des Spiel- und Kampfsportvereins (SKV) Müritz sein, das heute mit den traditionellen Gürtelprüfungen endet.

„Das Feriencamp im Sommer ziehen wir noch durch, dann weiß ich auch nicht, wie es weiter gehen soll, denn die Lichter beim SKV Müritz könnten bald ausgehen“, sagte Horst Frankenberg, der Vorsitzende und einer der beiden Vereinssportlehrer des Vereins. Grund für die Sorge ist die geplante Streichung des Zuschusses für die Vereinssportlehrer der Stadt. „Wenn es sich nur um eine schrittweise Kürzung der Zuschüsse handeln würde, könnte man planen, so aber bricht wahrscheinlich alles auf einmal zusammen“, sagte Horst Frankenberg. Ohne finanzielle Beteiligung der Stadt würde auch der Landessportbund die Förderung der hauptamtlichen Trainer einstellen. Gerade aber bei einem Sportverein, der sich in erster Linie um Kinder kümmert, ist ohne einen ständig erreichbaren Ansprechpartner wenig zu machen.

Das sah man auch in dieser Woche beim Winterferien-Judo-Camp des Vereins. 64 Jungen und Mädchen hatten sich eingefunden, um sich auf die Judo-Matten legen zu lassen beziehungsweise andere Sportler zu werfen.

Der SKV führt diese Feriencamps mehrfach im Jahr durch und erfreut sich dabei immer eines großen Zuspruchs. Kein Wunder, denn Horst Frankenberg und seine Helfer Anja Burmeister, Steffen Bullan, Vivian Thiel, Jacqueline Köpsell und Mark Schriever kümmern sich nicht nur um die sportlichen Belange der sechs- bis sechzehnjährigen Judoka. Die Woche begann bereits mit dem Ablegen des Sportabzeichens. Hochsprung, Ballwerfen, Reck-Aufschwung und mehrere Laufdisziplinen standen auf der Tagesordnung. Nach zwei reinen Judo-Trainingstagen wurde am Mittwoch gemeinsam das Kino besucht. Gestern wurde der Müritz-Therme ein Besuch abgestattet und danach stand der beliebte „Casino-Abend“ auf dem Programm. Von morgens bis abends werden die Kinder betreut und auch mit der dazu gehörigen Verpflegung versorgt. Dass die Sporthalle eigentlich in den Ferien geschlossen bleiben sollte, akzeptierte Horst Frankenberg nicht.